Armreif Kunststoff Feingold ab € 45,-

„Funktion fordert ein entsprechendes Material“

Viele Schmuckdesigner lassen das Thema Armschmuck außen vor, nicht so die Goldschmiedin Marion Heilig, eine Absolventin der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg. Ihre schwungvollen Armreifen werden ganz einfach ums Handgelenk gewickelt und sind ein echter Blickfang. Die Gestaltung ist puristisch, die Kombination von Kunststoff mit Blattgold raffiniert. Der warme Goldton wird vom durchscheinenden Kunststoff an manchen Stellen teilweise wie von einem leichten Schleier verdeckt.

Vor vielen Jahren war Marion Heilig in der Klasse des berühmten italienischen Schmuckprofessors Giampaolo Babetto bei der Sommerakademie in Salzburg. Vielleicht wurde dort schon der Keim gelegt für das, was sie über ihre Arbeit sagt: Der Körper bietet dem Schmuck Raum. Das Material umbaut den Raum. Funktion fordert ein entsprechendes Material. Material ermöglicht bestimmte Funktionen.

Kette mit Anhänger 925er Silber für € 760,-

„Erinnerung an den Berg“

Für Eunok Cho ist  Schmuck ein Stück Heimat. Sie wurde 1987 in Icheon, Südkorea geboren und machte 2011 ihren Bachelorabschluss „Metalldesign“ an der Hanyang University in Ansan, Südkorea. In Deutschland setzte sie ihr Studium fort und erwarb 2016 ihren Masterabschluss „Applied Art and Design” an der Fachhochschule Düsseldorf.

Da ihre Heimat sehr reich an Bergen ist, sind deren verschiedene Formen und Beschaffenheit ein fester Bestandteil der Naturerfahrung der Künstlerin Eunok Cho. Aus ihrer Erinnerung heraus entdeckt und erschafft sie so immer neue Bergformen. Aufgrund der weichen Beschaffenheit und sanften Farbe wählt sie Silber als Hauptmaterial, wie bei diesem Anhänger aus der Kollektion „Erinnerung an den Berg“. Dreht man ihn, zeigt sich aus jeder Perspektive ein völlig anderer Effekt.

„Zart, aber zäh!“

Diese Kette ist ein echter Hingucker! Ihre Wirkung entfaltet sie am besten, wenn sie getragen wird. Die buntgemischten farbenfrohen Formen sind aus einem ganz besonderen Material: Pergament. Die Goldschmiedin und Designerin Hilde Janich hat es zu ihrem persönlichen Schmuckmaterial gemacht, denn es ist „zart, aber zäh!“.

Es ist ein traditionelles Material der Buchbinder, so sind z. B. alte Bibelbände in Pergament eingebunden. Bereits in der Antike ist es eines der ersten Materialien bzw. Grundlagen für den Schriftverkehr gewesen, welches das Papyrus abgelöst hat.

Hilde Janich liebt das organische Material, das sie in aufwändiger Arbeit in Form bringt und mit wasserunlöslicher Farbe färbt. Die fertige Kette, ihre Schöpfung, ist dann fast wie ein Lebewesen für sie, mit sich wandelnden Facetten.

... sondern ein Stück wachsen

„Schmuck ist mehr als eine Emotion, eine Erinnerung, ein Wunsch. Es ist ein kleiner Begleiter für jede Sekunde im Leben.“ Ihre Leidenschaft für Schmuck hat die Münchner Designerin Isabel Budde über die Kunst und die Liebe fürs Detail entdeckt. Ihre Inspiration ist das Leben mit seinen kleinen und großen Wunde(r)n.

Ihre Schmuckstücke sind uns Menschen in den sonnigen und sauren Augenblicken des Lebens gewidmet. Jedes Schmuckstück trägt eine individuelle Botschaft, so auch dieser Ohrschmuck: „Die Zitronenkerne sind Glücksbringer für die sauren Momente im Leben. Ihre Botschaft ist, mit jedem Ärger ein Stück zu wachsen. Sie ermöglichen den Ärger in Zukunft mit Fassung zu tragen.“